Unsere Eurasier-Geschichten...

Unterschätze den Eurasier nicht

 

Bevor ich mit der kleinen Geschichte beginne möchte ich und kurz vorstellen: Wir (das sind die beste Ehefrau von allen, Sohn und Töchter nebst mir als Ehemann und zwei Eurasierdamen) leben in einem Haus mit größerem Garten. Den uns zur Verfügung stehenden Platz haben wir ehrlich aufgeteilt: die Kinder okkupieren neben Kinder- und Wohnzimmer nur gelegentlich die Küche, die Töchter gestatten uns zudem großmütig außerhalb derer Schmink- und Abschminkstunden (von 6 bis 9 Uhr sowie von 18 bis 22 Uhr) die kurzeitige Nutzung der Sanitäranlagen.

Die Hunde geben sich viel Mühe bei der Gestaltung der Grünanlagen, wobei unsere Enya gerne die von uns frisch gesetzten Pflanzen frei legt damit Abby- die zweite Hundedame- diese dann leichter herausziehen und verstecken kann.

Kurz -eine ganz normale Familie.

 

Nun beschloss die beste Ehefrau von allen den Bruder im hohen Norden über das Wochenende zu besuchen. Die Kinder durften (vermutlich um meinen Schwager zu ärgern) mit. Die Hunde sollten nicht mit dessen Katzen spielen und blieben folgerichtig bei mir.

 

Edelmütig (ganz wie es meiner Natur entspricht) wollte ich das Wochenende in den Dienst der Gemeinschaft stellen, wobei ich gedachte entweder die heimische (Gast)wirtschaft anzukurbeln und / oder aber die DVD -Sammlung einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Um bei der Gartengestaltung etwas Vorsprung vor den Hunden zu haben beschloss ich zudem, einige Rosen am Samstag mit dem Erdreich vertraut zu machen und die Hunde hernach unter Aufsicht im Haus zu halten.

Es wurde ein widerwärtig verregneter Samstag, wobei zumindest die völlig aufgeschwemmte Erde ein leichtes Arbeiten ermöglichte. Den Rest des Tages erprobte ich Aroma und Geschmack von Tiefkühlprodukten bei Mensch und Hund (Ergebnis: Mir schmeckt auch die Pasta von Aldi, die Hunde sind deutlich wählerischer).

Am Sonntag ließen mich die Hunde lange ausschlafen (fast bis sieben Uhr). Gegen Nachmittag verließ ich -bei erneut starkem Regenfall- das Haus.

Was ich nicht wusste: Unsere große Hündin hatte es inzwischen gelernt sich (auf den Hinterpfoten stehend, mit der linken Pfote am Türrahmen abstützend) mit der rechten Pfote die Klinke herunterzudrücken. Und dies neuerdings auch bei nach innen öffnenden Türen…

 

Während ich mich also zum Bahnhof begab, öffnete Enya gekonnt die Tür. Am Bahnhof wartend blieben die Hunde nicht untätig und gruben den Garten um. Ob es am Regen lag oder ob die schwere Arbeit (in triefender, schwerer Erde) den mehrfachen Gang zum Fress- und Saufnapf nötig machte, kann ich nicht mehr sagen. Gleichwohl taten beide Hundedamen im Garten ihr möglichstes und drehten hinterher im Haus etliche Runde, wohl um die Berge von nasser Erde von Pfoten, Beinen und Fell abzuschütteln.

 

Mir schwante Unheil, als wir bei der Rückkehr von schlammgrauen Vierbeinern freudig begrüßt wurden, welche bestenfalls entfernte Ähnlichkeit zu unseren Hunden aufwiesen. Kurz- es sah aus wie in einem Schützengraben. Wir haben die Eimer mit Wischwasser nicht gezählt, aber vermutlich hätte ich bei der Menge an Mutterboden auch direkt Rasensamen in Flur, Wohnzimmer und Küche einsäen können.

 

Was lernen wir daraus? Unterschätze niemals einen Eurasier – und gib die Hunde lieber doch der Ehefrau mit.

 

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